Die goldenen Zeiten des Glückspiels

April 11, 11 by Riko

Wenn Kasinos und Glückspiel im allgemeinen heutzutage in den Medien und öffentlichen Diskussionen auftaucht, erscheinen sie oft in einem negativen Licht. Die Geschichte zeigt aber, dass das nicht immer so war. Nach der Amerikanschischen Revolution blühte das Glückspiel in den Vereinigten Staaten in allen Formen weiter auf und hatte weder in der Regierung, noch in der breiten Gesellschaft Gegner.

In den frühen 1800er Jahren wurde es Mode, auf den Flussbooten entlang des Mississippi und Ohio Flusses Karten- oder Würfelspiele zu spielen. Von New Orleans bis Cincinati und in allen Orten dazwischen konnte man schwimmende Paläste die Gewässer passieren sehen, die von einer gewissen Kultiviertheit sprachen. Dieses Bild ist von Frauen gesprägt, die auf den Decks hin und her schlendern und auf die Männer warten, die im inneren ihren Träumen nach Geld und Reichtum nachjagten.

Diese frühen Dampfschiffe gaben den Leuten die Möglichkeit in Komfort und mit Stil dem Glückspiel nachzugehen, während sie gleichzeitig eine angenehme Art und Weise der Fortbewegung darstellten. In anderen, eher städtischen Gegenden des Landes, wie z.B. New York und Chicago, begannen Spielhäuser mehr gebildeteund reiche Kunden anzulocken. Diese Männer, die der höheren Gesellschaftsschicht angehörten und oft in die Spielhäuser kamen, konnten es sich leisten, auch einmal hoch zu verlieren. Von diesem Ausgangspunkt aus entwickelten sich Spielhäuser schnell zu großen, komplexen Organisationen, die nach gewissen wirtschaftlichen Prinzipien geführt wurden. Dadurch wurden sie gleichermaßen zu großen und bedeutenden Arbeitgebern, die so positiven Einfluss auf das Umfeld nahmen.

Ähnlich wie an der Ostküste wurde das Glückspiel auch an den westliche Grenzstädten zu einem festen Bestandteil der Atmosphäre und des Lebens. So verhielt es sich dann auch für die meiste Zeit des neunzehnten Jahrhunderts: egal ob alt oder jung, reich oder arm – viele teilten ein gemeinsames Interesse für Wettspiele. Unterschiede gab es allerdings schon in der Ausübung, so dass die Reichen sich vorranging den Pferdewetten widmeten, während die Unterpriviliegierten, sich eher mit Kartenspielen vergnügten. Egal in welchem Ausmaß also, Glückspiele wurden damals in erster Linie als etwas unterhaltendes und auch herausforderndes angesehen, ganz im Gegensatz zu vielen Stimmen, in der heutigen Gesellschaft, die darin oft etwas Verwerfliches sehen.

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